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Abgeschlossene Doktorandenprojekte

Hier finden Sie eine Übersicht der abgeschlossenen Doktorandenprojekte am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Schüpbach.

Dr. Samuel Krähenbühl

Kreativität als Lernstrategie

Samuel Krähenbühl ist als Verantwortlicher für die frühe Förderung im Kanton Bern an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis tätig und zudem als Lehrbeauftragter am Institut für Grundschulpädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg engagiert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen soziale Bildungsungleichheiten, Kreativität, frühe Sprachförderung, Reflexion und Klassenführung.

In seiner Dissertation entwickelt Samuel Krähenbühl eine theoretische Erklärung für den Einfluss von Kreativität auf Lernprozesse, welche zudem auf eine mögliche Funktion bei der Entstehung sozialer Bildungsungleichheiten verweist. An einer Stichprobe von rund 2000 Kindern wird die Bedeutung von Kreativität für schulische Grundkompetenzen und deren Entwicklung im zweiten Grundschuljahr untersucht. Die Ergebnisse deuten auf qualitativ unterschiedliche Lernprozesse vor und nach dem Schuleintritt hin.

Zugang zur Dissertation: http://www.springer.com/de/book/9783658172848


Dr. Benjamin von Allmen

Die Wirkung von Tagesschulangeboten auf Schulleistungen bei Risikokindern: Das mündliche Sprachniveau als Mediator

Die Dissertation von Benjamin von Allmen untersucht die Tagesschule (=Ganztagsschule in der Schweiz) als Mittel für mehr Chancengleichheit. Es wird die These vertreten, dass durch die Nutzung eines ausserunterrichtlichen Tagesschulangebots die mündliche Sprachfähigkeit in der Instruktionssprache besonders bei benachteiligten Schülerinnen und Schülern gefördert wird, was sich wiederum positiv auf die Schulleistungsentwicklung auswirken dürfte. Dies zeigt sich jedoch anhand einer Deutschschweizer Stichprobe von 1'430 Grundschülerinnen und -schülern nicht. Es werden verschiedene Massnahmen diskutiert, die zu einer verbesserten Förderung von Chancengleichheit durch eine Tagesschule führen können. 

Zugang zur Dissertation: http://bit.ly/2WyysDr


Lukas Frei

Ganztägige Bildung und soziale Kompetenzen: Fördert die Nutzung von Tagesschulangeboten im Primarschulalter das Sozialverhalten?

Lukas Frei hat Psychologie und Pädagogik studiert und arbeitet als Lehrperson an weiterführenden Schulen in der Deutschschweiz. Zudem ist er als Lehrbeauftragter am Institut für Grundschulpädagogik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg tätig. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen die Qualität und Wirkung von Tages- oder Ganztagsschulen, die Entwicklung sozialer Kompetenzen sowie die Qualitätsmerkmale guten Unterrichts.

In seiner Doktorandenarbeit untersuchte Lukas Frei anhand einer Stichprobe von 1990 Primarschülerinnen und -schülern, ob die Nutzung von außerunterrichtlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten an Tagesschulen dazu beiträgt, internalisierendes Verhalten (z.B. emotionale Probleme) oder externalisierendes Verhalten (z.B. aggressives Verhalten) zu verringern und prosoziales Verhalten zu fördern. Die dauerhafte Nutzung der Tagesschulangebote zeigte allerdings leicht verstärkende und somit unerwünschte Effekte auf internalisierendes und externalisierendes Verhalten. Dies insbesondere dann, wenn die Gleichaltrigen im Angebot vermehrt entsprechende Verhaltensweisen zeigten oder wenn die Interaktionen mit dem Betreuungspersonal eine niedrige Qualität aufwiesen.  


Dr. Ora Melles

Sprachspezifisches Hirnfunktionstraining in der Schule

Cognitive Language Acquisition Training in a Classroom Setting

Ora Melles is a teacher and the head of preschool and primary school at a bilingual international day-school in Switzerland. She is particularly interested in mechanisms involved in implicit and explicit acquisition of language and the relationship between metacognition, self-regulation and academic performance.

In terms of her dissertation, Ora Melles traced the effects of a language therapy program created for children with more severe language acquisition disabilities, on otherwise typically developed dialect-speaking 3rd grade students attending Swiss public schools. The program was designed to improve the rate of language acquisition and the length of attention span. Two hundred and seventy-nine 3rd grade students participated in this study. Analysis of variances with repeated measurement showed that the program was an effective metalinguistic tool for all aspects of language related to a print-speech mismatch but not for improving attention and concentration.

Zugang zur Dissertation: http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/52825


Dr. Michelle Jutzi

2. Betreuerin Frau Prof. Dr. Schüpbach

Multiprofessionelle Kooperation als Innovationsstrategie. Innovation und Qualität durch multiprofessionelle Kooperation in Tagesschulangeboten („IQ-Koop“)

Michelle Jutzi ist Projektleiterin im Schwerpunktprogramm „Governance im System Schule“ an der Pädagogischen Hochschule Bern. Sie befasst sich im Rahmen der Forschung mit Reformprozessen in der ausserschulischen Bildung und Betreuung sowie bezüglich der digitalen Transformation der Schule. Als Dozentin im Bereich Kader- und Systementwicklung engagiert sie sich ausserdem für die Klärung der Rollen und Aufgaben von Führungspersonen mit Schwerpunkt HRM, Teamentwicklung und Agilität.

In ihrer Dissertation beschreibt Michelle Jutzi, inwiefern sich Mitarbeitende und Leitungspersonen von Tagesschulen im Alltag mit Kooperation auseinandersetzen. Die qualitativen und quantitativen Daten werden anhand von Fallbeispielen trianguliert. Im Zentrum der Ergebnisse stehen die bewusste Gestaltung von Kooperationsmöglichkeiten, die Bereitstellung zeitlicher Ressourcen sowie die Verständigung über die Ziele der Kooperation.

Zugang zur Dissertation: https://doi.org/10.5167/uzh-160459