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Forschung

LAUFENDE PROJEKTE

Vertrauen in und gegenüber Bildungsinstitutionen, 12/2014- (laufend)

durchgeführt mit Eigenmitteln

Der Arbeitsbereich untersucht Fragen des Vertrauens in und gegenüber formalen Bildungsinstitutionen. Dazu zählen Studien zum Vertrauen von Eltern gegenüber Lehrkräften und der Schule ihres Kindes sowie Untersuchungen zur Bedeutung des Vertrauens in der Studieneingangsphase. In den empirischen Studien arbeiten wir mit unterschiedlichen Verfahren der quantitativen und qualitativen Datenerhebung und -auswertung. Zudem entwickeln und testen wir ein Instrument, mit dem die Bedeutung unterschiedlicher Situationen für die Entwicklung von Vertrauen differentiell erfasst werden und perspektivisch kann. Die Studien des Arbeitsbereichs schließen an Diskurse im Bereich der Organisationsentwicklung in Schule und Hochschule, der Transitionsforschung, der Forschung zu Erziehungs- und Bildungspartnerschaften und Elternbeteiligung, der Habitusforschung sowie der Educational Governance-Forschung an und tragen außerdem zur Weiterentwicklung der Methodologie in der Vertrauensforschung bei.

Publizierte Ergebnisse:

"A comprehensive view of trust..." Niedlich, S.; Kallfaß, A.; Pohle, S.; Bormann, I. (2020)

"Trust and trusting practices..." Bormann, I.; Thies, B. (2019)

"Entwicklung und Validierung..." Bormann, I.; Niedlich, S.; Staats, M. (2019)

"Approaching..." Schweizer, A.; Niedlich, S.; Adamczyk, J.; Bormann, I. (2017)

Meta-Vorhaben „Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“ (ABIBA | Meta), Teilprojekt "Transfer, multiperspektivische Zusammenarbeit und innovative Transferformate" 

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Im Rahmen der Förderrichtlinie zum „Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“ fördert das BMBF interdisziplinär angelegte Forschungsprojekte zur Erforschung von Bildungsbenachteiligung und zur Entwicklung konkreter Maßnahmen mit Praxisakteuren. Das Meta-Vorhaben unterstützt sie dabei in den Bereichen Forschung, Monitoring, Transfer. Zum Ende des Projektes werden die erhobenen Primärdaten zur wissenschaftlichen Nachnutzung bereitgestellt und die Ergebnisse systematisch für Praxis, Politik und Öffentlichkeit aufbereitet. 
Die FU Berlin ist im Verbund mit dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und dem Deutschen Jugendinstitut für den Bereich Transfer zuständig. Dr. Anika Duveneck und Karina Schlingensiepen-Trint unterstützen die Forschungsprojekte in Fragen der multiperspektivischen Zusammenarbeit und der Entwicklung innovativer Transfer- und Distributionsformate und sind für die zielgruppenorientierte Vermittlung der Ergebnisse zum Abbau von Bildungsbarrieren zuständig. 

Projektleitung: Dr. Anika Duveneck, Karina Schlingensiepen-Trint 

Lernende Stadt Gelsenkirchen, 05/2019-04/2022

Das Verbundprojekt "Lernende Stadt Gelsenkirchen" von Dr. Anika Duveneck, der Stadt Gelsenkirchen und der FH Dortmund hat im Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030“ in die dritte und damit letzte Runde erreicht. Es ist eines von acht Projekten, für die sich die Expert*innenjury aus insgesamt 168 Bewerbungen entschieden hat. Mit dem Wettbewerb Zukunftsstadt fördert das BMBF die partizipative Entwicklung von Zukunftsvisionen (1. Phase), die Erstellung umsetzungsreifer Planungskonzepte (2. Phase) und schließlich die beispielhafte und experimentelle Umsetzung vielversprechender Konzepte in urbanen Reallaboren (3. Phase). Für die Umsetzung steht ein Fördervolumen von 1,6 Millionen Euro bereit. 

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erforschung von "Zukunftsbildung" als sozialräumlicher Bildungs- und Beteiligungsansatz, mit dem Integration, Zukunftschancen und Lebensqualität der Menschen vor Ort verbessert werden sollen. Von Akteuren der Stadt und lokalen Kooperationspartnern werden dazu 16 Bausteine realisiert, die den vier Forschungssäulen „Digitale Stadt“, „Partizipation im Quartier“ und „Lernorte und Lernlabore“ „Stadtgesellschaft und Wissenschaft“ zugeordnet sind. 

Dr. Anika Duveneck leitet die wissenschaftliche Begleitung des Gesamtprojektes. Sie erforscht und unterstützt die Zusammenarbeit von Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung zur langfristigen Öffnung kommunaler Strukturen für Beteiligung und ressortübergreifende Ansätze. 

Projektleitung: Dr. Anika Duveneck

Monitoring & Evaluation of Climate Change Education (MECCE), 2020-2026

Leitung: Prof. Gerhard de Haan, Prof. Inka Bormann, Antje Brock

ProjektmitarbeiterInnen: 

Antje Brock (Co-Projektleitung und Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Leonie Ströbele (Studentische Hilfskraft)

Kağan Porsuk (Studentische Hilfskraft)

Ein Team des Institut Futur ist Teil des internationalen Forschungsverbundes, dessen Ziel es ist, Klimabildung weltweit erfassbar zu machen und zu befördern. Unter kanadischer Leitung (Prof. Marcia McKenzie, University of Saskatchewan) sind insgesamt fast 80 Experten einschlägiger Organisationen beteiligt (u.A. Stanford University, University of Cambridge, IPCC, UNESCO, UNFCCC, Sustainable Development Solutions Network, Sulitest). Das Forschungsprojekt an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Governance/Politik und Bildungspraxis wird vom kanadischen Social Sciences and Humanities Research Council (SSHRC) sowie von involvierten Organisationen wie der Freien Universität Berlin gefördert. Die Verschränkung zwischen diesen Bereichen ermöglicht es, die gewonnenen Erkenntnisse direkt governance- und praxisrelevant werden zu lassen und u. A. internationale und nationale bildungs- und nachhaltigkeitspolitische Zielsetzungen informieren zu können. Gleichzeitig wird durch ein besseres Verständnis von effektiver und hochwertiger Klimabildung unmittelbar zu einer globalen Ausweitung der Befähigungs- und Verhaltensebene beigetragen.

Das internationale Forschungskonsortium ist entlang von drei Projektachsen gegliedert: Beteiligte der ersten Projektachse erforschen globale Best-Practice-Beispiele von Klimabildung auf allen Kontinenten; die Ergebnisse dienen nicht nur der Förderung und Übertragung der erfolgreichen Bildungsarbeit, sie gehen gleichzeitig in die Entwicklung geeigneter Indikatoren für Klimabildung ein, dem Fokus der 2. Projektachse. Hier trägt das Team des Institut Futur dazu bei, in Verschränkung mit dem bisherigen Forschungsstand neuartige Datenquellen und innovative Indikatoren für Klimabildung zu entwickeln, um ein kontinuierliches Monitoring von Klimabildung (inklusive Zielgrößen) in globalem Maßstab zu ermöglichen. Die dritte Projektachse bewirkt im Sinne einer „knowledge mobilization“ einen kontinuierlichen Informationsfluss und die Umsetzbarkeit der Erkenntnisse aus den Achsen 1 und 2 in relevante Governance- und bildungspraktische Ebenen hinein. Hierzu dienen etwa Informationsformate, die auf Politik- und Praxiswirksamkeit ausgerichtet sind.


ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

Transformatives Lernen durch Engagement – Soziale Innovationen als Impulsgeber für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (TrafoBNE)

gefördert durch das Umweltbundesamt (UBA)

Das Projekt „Transformatives Lernen durch Engagement“ will junge Menschen für ein Engagement bezüglich Nachhaltigkeit begeistern. Dazu entwickelt es gemeinsam mit vier Schulen Lernwerkstätten im Modus des Service Learning und verbindet damit fachliches Lernen mit außerschulischem gesellschaftlichen Engagement. In das Design der Lernwerkstätten werden in einem partizipativen Prozess sowohl die Schüler*innen und Lehrkräfte eingebunden als auch die außerschulischen Partner*innen. Aus der wissenschaftlichen Begleitung und responsiven Evaluation der Lernwerkstätten soll ein Handbuch zur weiteren Aufbereitung entstehen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima Umwelt Energie gGmbH und dem Konzeptwerk Neue Ökonomie Leipzig durchgeführt.

Umweltbundesamt: Projekt TrafoBNE

Projektbetreuung: Dr. Mandy Singer-Brodowski und Janina Taigel

Publizierte Ergebnisse 

"Transformatives Lernen durch Engagement - Ein Handbuch für Kooperationsprojekte zwischen Schulen und außerschulischen Akteur*innen im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung" Blum, J.; Fritz, M.; Taigel, J.; Singer-Brodowski, M.; Schmitt, M.; Wanner, M. (2021)

Das Handbuch ist ein Ergebnis des Forschungsprojektes “Transformatives Lernen durch Engagement - Soziale Innovationen als Impulsgeber für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung”. Im Projekt wurden in Kooperation zwischen Schulen und zivilgesellschaftlichen Nachhaltigkeitsinitiativen sogenannter Lernwerkstätten im Modus des Service-Learning initiiert, um Kinder und Jugendliche für ein Nachhaltigkeitsengagement zu begeistern. Das Handbuch liefert theoretisches Hintergrundwissen, praktische Empfehlungen, Methoden und Materialien zur Durchführung solcher Lernwerkstätten im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es richtet sich an Multiplikator*innen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, sowie an Praxisakteur*innen eines sozial-ökologischen Wandels und möchte dazu ermutigen, innovative Lernformen zu erproben und sich für nachhaltigkeitsorientierte Lernkulturen einzusetzen.

Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen - berichten (HOCH-N), Arbeitspaket Governance

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Teilprojekt Governance des Verbundvorhabens „HOCH-N. Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln - vernetzen - berichten“ an der Freien Universität Berlin widmet sich in Kooperation mit der Universität Vechta der Entwicklung, Implementierung und Verstetigung von Nachhaltigkeitsprozessen und –prinzipien an Hochschulen. Aus der Perspektive der Educational Governance-Forschung werden hochschulinterne Nachhaltigkeits-Prozesse und -Strukturen untersucht. Dazu werden semi-strukturierte Interviews mit unterschiedlichen Akteursgruppen der Verbund-Hochschulen geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse werden in einschlägigen Fachzeitschriften sowie in einem Leitfaden veröffentlicht.

Zur Homepage HOCH-N

Leitlinie BNE, im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung, Nordrhein-Westfalen

Im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung NRW wird am Arbeitsbereich eine Lehrplananalyse von mehr als 30 Lehrplänen für die Fächer unterschiedlicher Schulformen und -stufen durchgeführt. Ziel ist es, die Verankerung von Themen der Nachhaltigkeit sowie Kompetenzerwartungen, die im Einklang mit dem Konzept der Gestaltungskompetenz stehen, herauszuarbeiten. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung aktueller fachdidaktischer Konzepte werden für die künftige Überarbeitung von Lehrplänen Anknüpfungspunkte für eine stärkere Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung identifiziert.

Rekonstruktion von Governance-Regimen des BNE-Transfers

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin

Das internationale politische Programm einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist der Versuch, weltweit eine Innovation zu verbreiten und in allen Bereichen des Bildungssystems zu verankern. Dieser „BNE-Transfer“ erweist sich in Mehrebenensystemen wie dem Bildungssystem als komplexe Form der Handlungskoordination, die sich regelhaft nach systematisch rekonstruierbaren Mechanismen in spezifischen Akteurskonstellationen vollzieht.

Analysiert wird der BNE-Transfer am Beispiel der lokalen Umsetzung der UN-Dekade-Politik. Die UN-Dekade wird hierbei aufgefasst als ein Angebot, Strukturen zu schaffen, mit dem Akteurskonstellationen auf je spezifische Weise umgehen. Ausgehend von einer inhaltsanalytischen Untersuchung der BNE-Programmatik auf Bundesländerebene wird der Umgang von Akteuren bzw. in Akteurskonstellationen mit dieser Programmatik auf kommunaler Ebene untersucht.

Diese Analysen werden schließlich durch Untersuchungen auf der mikrologischen Ebene der Handlungskoordination im BNE-Transfer ergänzt.
Im Rahmen des Projekts kooperieren wir mit dem Projekt "Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung", das unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard de Haan an der Freien Universität Berlin stattfindet.

Bestandsaufnahme zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bildungs- und Lehrplänen

Wie BNE in den Bildungs- bzw. (Rahmen-)Lehrplänen verankert ist und welche inhaltlichen Vorstellungen zu Themen der Nachhaltigkeit in diesen Dokumenten festgeschrieben sind, mit welchen Methoden Kindern die Themen der Nachhaltigkeit in der frühkindlichen bzw. der schulischen Bildung nahegebracht und welche Kompetenzen sie erwerben sollen, ist aktuell unklar. Informationen zu diesen Fragen erlauben aber grundsätzlich, Kompetenzen auf Seiten der Fach- bzw. Lehrkräfte zu benennen, die diese dazu befähigen, die in den Bildungs- bzw. (Rahmen-)Lehrplänen verankerte BNE zu praktizieren.

Das Vorhaben dient der Erstellung und Dokumentation einer beschreibenden Bestandsaufnahme zu der Frage, wie BNE in den Bildungs- und (Rahmen-)Lehrplänen verankert ist.

Die der Analyse zugrunde gelegten Kriterien werden zunächst erarbeitet und mit der Stiftung Haus der kleinen Forscher abgestimmt. Die Ergebnisse werden tabellarisch und textlich in knapper und übersichtlicher Form aufbereitet.

Evaluation der Kampagne Schule der Zukunft

Im Projekt wird die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Nordrhein-Westfalen evaluiert. Dazu werden Interviews hinsichtlich der Entwicklungsprozesse und Strukturen ausgewählter Schulen ausgewertet, die an der Kampagne beteiligt sind. Ge- und Misslingensbedingungen von schulischen Projekten werden ermittelt und darauf aufbauend Unterstützungsbedarfe formuliert. Der Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft unterstützt und begleitet Ramboll Management Consulting bei der Entwicklung der Instrumente, der Auswertung der Daten, Interpretation der Ergebnisse und Formulierung von Handlungsempfehlungen.

Zukunftsstadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen ist eine von insgesamt bundesweit 52 Kommunen, die in den kommenden Monaten in einem breiten Beteiligungsprozess Perspektiven für ihre nachhaltige Entwicklung formulieren. Gefördert wird der Bürgerbeteiligungsprozess vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wissenschaftlich begleitet und beraten wird die Stadt Gelsenkirchen u.a. von Prof. Dr. Gerhard de Haan, Prof. Dr. Nina Kolleck und Prof. Dr. Inka Bormann von der Freien Universität Berlin.

Rio+20 vor Ort

gefördert durch das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH, Berlin

Für das Institut für Zukunftsforschung und Technologiebewertung hat der Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft in Kooperation mit dem Institut für Sozialinnovation ISInova e.V. eine Expertise zur "Innovationskraft lokalen Nachhaltigkeitsengagements in Bildung, Wirtschaft und Kultur" verfasst. Die Expertise ist Bestandteil des vom Umweltbundesamt, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts "Rio + 20 vor Ort".

Repräsentativstudie zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland 2012

gefördert durch das Umweltbundesamt, Dessau

In Kooperation mit dem Institut für Sozialinnovation ISInova e.V. (link: www.isinova.org) führte der Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft im Auftrag des Umweltbundesamtes die Studie „Umweltbewusstsein und Umweltverhalten 2012“ durch. Die repräsentative Studie wird deutschlandweit alle zwei Jahre durchgeführt und hat zum Ziel, einen Überblick über Stand und Entwicklung des Umweltbewusstseins in Deutschland zu geben.


DISSERTATIONSPROJEKTE