Forschung

LAUFENDE PROJEKTE

Transformatives Lernen durch Engagement – Soziale Innovationen als Impulsgeber für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (TrafoBNE)

gefördert durch das Umweltbundesamt (UBA)

Das Projekt „Transformatives Lernen durch Engagement“ will junge Menschen für ein Engagement bezüglich Nachhaltigkeit begeistern. Dazu entwickelt es gemeinsam mit vier Schulen Lernwerkstätten im Modus des Service Learning und verbindet damit fachliches Lernen mit außerschulischem gesellschaftlichen Engagement. In das Design der Lernwerkstätten werden in einem partizipativen Prozess sowohl die Schüler*innen und Lehrkräfte eingebunden als auch die außerschulischen Partner*innen. Aus der wissenschaftlichen Begleitung und responsiven Evaluation der Lernwerkstätten soll ein Handbuch zur weiteren Aufbereitung entstehen. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Wuppertal Institut für Klima Umwelt Energie gGmbH und dem Konzeptwerk Neue Ökonomie Leipzig durchgeführt.

Umweltbundesamt: Projekt TrafoBNE

Projektbetreuung: Dr. Mandy Singer-Brodowski und Janina Taigel

Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln – vernetzen - berichten (HOCH-N), Arbeitspaket Governance

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Teilprojekt Governance des Verbundvorhabens „HOCH-N. Nachhaltigkeit an Hochschulen: entwickeln - vernetzen - berichten“ an der Freien Universität Berlin widmet sich in Kooperation mit der Universität Vechta der Entwicklung, Implementierung und Verstetigung von Nachhaltigkeitsprozessen und –prinzipien an Hochschulen. Aus der Perspektive der Educational Governance-Forschung werden hochschulinterne Nachhaltigkeits-Prozesse und -Strukturen untersucht. Dazu werden semi-strukturierte Interviews mit unterschiedlichen Akteursgruppen der Verbund-Hochschulen geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ergebnisse werden in einschlägigen Fachzeitschriften sowie in einem Leitfaden veröffentlicht.

Zur Homepage HOCH-N

Leitlinie BNE, im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung, Nordrhein-Westfalen

Im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung NRW wird am Arbeitsbereich eine Lehrplananalyse von mehr als 30 Lehrplänen für die Fächer unterschiedlicher Schulformen und -stufen durchgeführt. Ziel ist es, die Verankerung von Themen der Nachhaltigkeit sowie Kompetenzerwartungen, die im Einklang mit dem Konzept der Gestaltungskompetenz stehen, herauszuarbeiten. Auf dieser Basis sowie unter Berücksichtigung aktueller fachdidaktischer Konzepte werden für die künftige Überarbeitung von Lehrplänen Anknüpfungspunkte für eine stärkere Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung identifiziert.

Vertrauen in und gegenüber Bildungsinstitutionen

Der Arbeitsbereich befasst sich intensiv mit empirischen und theoretischen Fragen des Vertrauens in und gegenüber Bildungsinstitutionen. Neben der Auseinandersetzung mit dem Spannungsverhältnis von Vertrauen und Rechenschaftspflicht im Zuge neuer Steuerungsformen im Bildungssystem untersuchen wir in empirischen Studien das Vertrauen, das ausgewählte Personengruppen gegenüber einzelnen Bildungseinrichtungen haben. In diesem Zusammenhang entwickeln wir neue Instrumente, die der Komplexität des Vertrauens gerecht werden.


ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

Rekonstruktion von Governance-Regimen des BNE-Transfers

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin

Das internationale politische Programm einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist der Versuch, weltweit eine Innovation zu verbreiten und in allen Bereichen des Bildungssystems zu verankern. Dieser „BNE-Transfer“ erweist sich in Mehrebenensystemen wie dem Bildungssystem als komplexe Form der Handlungskoordination, die sich regelhaft nach systematisch rekonstruierbaren Mechanismen in spezifischen Akteurskonstellationen vollzieht.

Analysiert wird der BNE-Transfer am Beispiel der lokalen Umsetzung der UN-Dekade-Politik. Die UN-Dekade wird hierbei aufgefasst als ein Angebot, Strukturen zu schaffen, mit dem Akteurskonstellationen auf je spezifische Weise umgehen. Ausgehend von einer inhaltsanalytischen Untersuchung der BNE-Programmatik auf Bundesländerebene wird der Umgang von Akteuren bzw. in Akteurskonstellationen mit dieser Programmatik auf kommunaler Ebene untersucht.

Diese Analysen werden schließlich durch Untersuchungen auf der mikrologischen Ebene der Handlungskoordination im BNE-Transfer ergänzt.
Im Rahmen des Projekts kooperieren wir mit dem Projekt "Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung", das unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard de Haan an der Freien Universität Berlin stattfindet.

Bestandsaufnahme zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bildungs- und Lehrplänen

Wie BNE in den Bildungs- bzw. (Rahmen-)Lehrplänen verankert ist und welche inhaltlichen Vorstellungen zu Themen der Nachhaltigkeit in diesen Dokumenten festgeschrieben sind, mit welchen Methoden Kindern die Themen der Nachhaltigkeit in der frühkindlichen bzw. der schulischen Bildung nahegebracht und welche Kompetenzen sie erwerben sollen, ist aktuell unklar. Informationen zu diesen Fragen erlauben aber grundsätzlich, Kompetenzen auf Seiten der Fach- bzw. Lehrkräfte zu benennen, die diese dazu befähigen, die in den Bildungs- bzw. (Rahmen-)Lehrplänen verankerte BNE zu praktizieren.

Das Vorhaben dient der Erstellung und Dokumentation einer beschreibenden Bestandsaufnahme zu der Frage, wie BNE in den Bildungs- und (Rahmen-)Lehrplänen verankert ist.

Die der Analyse zugrunde gelegten Kriterien werden zunächst erarbeitet und mit der Stiftung Haus der kleinen Forscher abgestimmt. Die Ergebnisse werden tabellarisch und textlich in knapper und übersichtlicher Form aufbereitet.

Evaluation der Kampagne Schule der Zukunft

Im Projekt wird die Kampagne "Schule der Zukunft - Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Nordrhein-Westfalen evaluiert. Dazu werden Interviews hinsichtlich der Entwicklungsprozesse und Strukturen ausgewählter Schulen ausgewertet, die an der Kampagne beteiligt sind. Ge- und Misslingensbedingungen von schulischen Projekten werden ermittelt und darauf aufbauend Unterstützungsbedarfe formuliert. Der Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft unterstützt und begleitet Ramboll Management Consulting bei der Entwicklung der Instrumente, der Auswertung der Daten, Interpretation der Ergebnisse und Formulierung von Handlungsempfehlungen.

Zukunftsstadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen ist eine von insgesamt bundesweit 52 Kommunen, die in den kommenden Monaten in einem breiten Beteiligungsprozess Perspektiven für ihre nachhaltige Entwicklung formulieren. Gefördert wird der Bürgerbeteiligungsprozess vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wissenschaftlich begleitet und beraten wird die Stadt Gelsenkirchen u.a. von Prof. Dr. Gerhard de Haan, Prof. Dr. Nina Kolleck und Prof. Dr. Inka Bormann von der Freien Universität Berlin.

Rio+20 vor Ort

gefördert durch das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH, Berlin

Für das Institut für Zukunftsforschung und Technologiebewertung hat der Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft in Kooperation mit dem Institut für Sozialinnovation ISInova e.V. eine Expertise zur "Innovationskraft lokalen Nachhaltigkeitsengagements in Bildung, Wirtschaft und Kultur" verfasst. Die Expertise ist Bestandteil des vom Umweltbundesamt, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts "Rio + 20 vor Ort".

Repräsentativstudie zum Umweltbewusstsein und Umweltverhalten in Deutschland 2012

gefördert durch das Umweltbundesamt, Dessau

In Kooperation mit dem Institut für Sozialinnovation ISInova e.V. (link: www.isinova.org) führte der Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft im Auftrag des Umweltbundesamtes die Studie „Umweltbewusstsein und Umweltverhalten 2012“ durch. Die repräsentative Studie wird deutschlandweit alle zwei Jahre durchgeführt und hat zum Ziel, einen Überblick über Stand und Entwicklung des Umweltbewusstseins in Deutschland zu geben.


DISSERTATIONSPROJEKTE