Hintergründe

Nachhaltigkeit

"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält."
Bericht der Brundtland-Kommission, 1987

Die Lebensweise in den Industrie- und mittlerweile auch in den sogenannten Schwellenländern ist durch hohen Konsum, hohe Ressourcennutzung, hohen Energieverbrauch, hohes Verkehrsaufkommen und hohe - teilweise giftige - Abfallmengen geprägt. Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung stellt die engen Beziehungen, die zwischen Lebensstil, Umweltqualität und einer gerechten Verteilung der Ressourcen bestehen, in den Vordergrund.

Es geht darum, so die normative Leitidee der Nachhaltigkeit, Ökonomie, Ökologie und Soziales in ihren Interdependenzen zu sehen, d.h. wirtschaftlichen Wohlstand mit sozial gerechten Verhältnissen zu verbinden und dabei die Umweltbelastungen zu minimieren, die natürlichen Ressourcen zu schonen und künftigen Generationen keine Lasten aufzubürden, die ihre Lebenschancen beeinträchtigen.

Neugierig geworden? Ausführlichere Informationen zur nachhaltigen Entwicklung finden Sie unter:
www.bmu.de/nachhaltige_entwicklung/aktuell/aktuell/1719.php und
www.nachhaltigkeit.info.

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

 „Bildung ist eine unerläßliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinanderzusetzen." Agenda 21 (Kapitel 36), 1992

Schülerinnen und Schüler, die zukünftig Wirtschaft, Politik und Kultur mitbestimmen, sind heute vor schwierige Aufgaben gestellt. Wie werden sie umgehen mit den Herausforderungen der Globalisierung, der Klimaveränderung, den sozialen Spannungen vor der eigenen Haustür, aber auch der Armut in den Ländern des Südens?

Eine Antwort bietet Bildung für nachhaltige Entwicklung, für die das Konzept der "Gestaltungskompetenz" formuliert wurde. Damit wird die Fähigkeit bezeichnet, Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Das heißt, aus Gegenwartsanalysen und Zukunftsstudien Schlussfolgerungen über ökologische, ökonomische und soziale Entwicklungen in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit ziehen und darauf basierende Entscheidungen treffen, verstehen und umzusetzen zu können, mit denen sich nachhaltige Entwicklungsprozesse verwirklichen lassen.

Ausführliche Informationen und Materialien finden Sie auf dem Internet-Portal "Bildung für nachhaltige Entwicklung" www.bne-portal.de und der Website des Programms Transfer-21 www.transfer-21.de.

 

Ganztagsschule und Kooperation

„Schule ist mehr als Unterricht und Bildung ist mehr als Schule“

Das Lernfeld Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet zukunftsweisende Ideen für Lernangebote - insbesondere auch in Ganztagsschulen. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischen Partnern ist ein fester Bestandteil der BNE.

In den nächsten Jahren sollen in Deutschland bis zu 10.000 Schulen mit ganztägigem Angebot eingerichtet werden. Seit 2003 wurden allein mit den Mitteln des Investitionsprogramms "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) des Bildungsministeriums (BMBF) Maßnahmen zur Förderung von Ganztagsschulen an bundesweit über 5.500 Schulen unterstützt.

Das Angebot dieser Schulen ist sehr vielfältig und landesspezifisch unterschiedlich. In allen Bundesländern sollen Teile dieses Angebotes durch externe pädagogische Fachkräfte abgedeckt werden. Deren Einsatz ist u.a. von ihrer fachlichen sowie pädagogischen Qualifikation abhängig.

Außerschulische Partner profitieren von Kooperationen, weil sie

  • ihre Angebote weiterentwickeln können,
  • neue Aufgabenfelder erschließen,
  • einen Beitrag leisten können zur Bildung von Kindern und Jugendlichen,
  • die Schule als Lebensraum in ihre Konzepte einbinden können,
  • Möglichkeiten für Werbung und zur Selbstdarstellung bekommen,
  • ein neues Profil, eine Spezialisierung, entwickeln können,
  • Schulstrukturen und deren Vernetzung nutzen können,
  • bei der Gestaltung von Schule mitwirken und
  • das eigene Umfeld erweitern können.

Schulen profitieren von Kooperationen, weil

  • Unterrichtsangebote weiterentwickelt werden,
  • neue Lehr- und Lernformen erschlossen,
  • Lehrkräfte in ihrem teilweise sehr schwierigen Aufgabenfeld unterstützt werden,
  • sie in der Öffentlichkeit positiver wahrgenommen werden,
  • Schüler/innen durch praxisnahe Projekte besser auf die Berufsausbildung vorbereitet werden,
  • Schüler/innen und Lehrkräfte Zugang zu anderen Bevölkerungs- und Altersgruppen bekommen.

(Quelle: K. Höhmann; H. G. Holtappels (Hrsg.): „Ganztagsschule gestalten - Konzeption, Praxis, Impulse“, Klett Verlag 2006)

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der "Entwicklungsagentur Ganztagsschulen" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS): www.ganztaegig-lernen.org.

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